Nationalparkregion

Der Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark Bayerischer Wald, 1970 gegründet und 1997 nach Norden hin erweitert, umfasst heute eine Fläche von 24 000 Hektar. Von Bayerisch Eisenstein reicht er hinab über das Kerngebiet mit dem Tierfreigehege und dem Informationszentrum in Neuschönau bis nach Mauth-Finsterau. Nach Osten hin wird er von tschechischem Staatsgebiet mit dem Nationalpark Sumava begrenzt. Unter dem Motto »Natur Natur sein lassen« kehrt das landschaftliche Erscheinungsbild im Nationalpark zurück zu dem, was es einmal war: ein wilder Urwald. Urlauber erleben diesen Verjüngungsprozess mit – auch im Winter sind die Eindrücke des Kommens und Gehens der Bäume sichtbar. An vielen Stellen – gerade in den Hochlagen zwischen Rachel und Lusen – sind die Spuren des von Windwurf und Borkenkäfer verursachten Sterbens der Fichten-Monokulturen deutlich sichtbar. Kahle Flächen sind aber vielerorts jedoch bereits von einem bunten Mischwald wiederbelebt worden, ganz natürlich und ohne dass der Mensch nachgeholfen hat. Noch vor 20 Jahren war es ein Glaubenskrieg: Pro oder kontra Nationalpark! Enthusiasten auf beiden Seiten stritten darüber, ob der Mensch zusehen darf wie der Wald – von dem so viele wirtschaftliche Interessen abhängen – einfach so stirbt. Raus kam ein Kompromiss mit Borkenkäfer-Bekämpfung an den Zonenrandgebieten und natürlicher Vegetation in der Kernzone. Mittlerweile sind die Emotionen abgekühlt – die Ideologien sind zu einem Miteinander verschmolzen. Es ist ja auch ein einmaliges Pfund, mit dem die Nationalpark-Region wuchern kann. Direkt im Zentrum beim Tierfreigehege mit Luchsen, Wölfen und Bären gibt es den größten Baumwipfelpfad der Welt mit 44 Metern Höhe – eine Besucherattraktion! Natur Natur sein lassen und dennoch Touristen anlocken: Die Mischung stimmt mittlerweile.

Ein Luchs im Nationalpark

Ein Luchs im Nationalpark

800 Km Loipen in unberührter Landschaft

Auch von der Infrastruktur her ist die Nationalpark-Region perfekt erschlossen. Die Nationalparkstraße führt von Mauth über Neuschönau, Spiegelau, Klingenbrunn und Frauenau nach Zwiesel und ist gut ausgebaut. Wer auf das Auto verzichten will, ist auch im Winter gut aufgehoben: Die Waldbahn und der Igel-Winterbus bringen Urlauber quasi in jeden größeren Ort – und das Ganze für 7 Euro pro Tag mit dem Bayerwald-Ticket (2 Kinder oder alle eigenen Kinder unter 15 Jahren fahren sogar kostenlos mit). Mobilität, die auch nötig ist, denn neben unverfälschter Natur gibt es im Nationalpark-Winterland jede Menge zu erkunden: Allein hier hat es über 800 Kilometer gespurte Langlauf- und Skatingloipen, 50 Lifte mit dem Skizentrum Mitterdorf im Mittelpunkt und unzählige Winterwanderwege. Wichtig für alle Schneeschuhgeher: Sie werden im Winter wie »normale« Wanderer gesehen, das heißt: Das Begehen aller ausgeschilderten Wege ist bis auf wenige Ausnahmen auch im Gebiet des Nationalparks erlaubt. Dennoch unbedingt beachten: Die zahlreichen Arten von Tieren befinden sich in Winterschlaf oder -ruhe. Deswegen ist das Verlassen der Wege streng verboten und wird von den Nationalpark- Rangern kontrolliert. Aber bei so viel unverfälschtem Naturgenuss dürfte die Beachtung dieser Regel kein Problem sein. Hier erleben Sie einen Winter wie vor 100 Jahren und eine Landschaft in ihrer unberührten und reinsten Form!

Bayerischer Wald

Bayerischer Wald

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